Kirche Deuben – Stich um 1840 – aus: Sächsische Kirchengalerie – digital zur Verfügung gestellt von der SLUB – Gesamtwerk hier klicken

Seien wir doch mal ehrlich: was haben unsere Orte noch an historischen Gebäuden und uralter Bausubstanz zu bieten? Sind nicht in fast allen Dörfern die Kirchen die ältesten Zeugnisse unserer dörflichen Gemeinschaften. Nur Machern und Püchau haben noch ein Schloss zu bieten…

Genau dieser Umstand hat wohl auch die Heimatvereine in Nepperwitz, Deuben, Bennewitz und Schmölen dazu bewogen, die Kirche in das Logo des Vereins mit aufzunehmen.

Nun gehören die Kirchen nun mal “der” Kirche – sprich in unseren Breiten meist der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens – insbesondere hier unserer seit Januar 2020 vereinigten Kirchgemeinde Machern-Püchau-Bennewitz. Verantwortlich zeichnet der Kirchenvorstand. Dieser setzt sich aus den beiden hauptamtlichen Geistlichen – Frau Messerschmidt/Machern und Herrn Handschuh/Püchau und ab Dezember 2020 noch 8 neu gewählten und 3 berufenen ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern zusammen. Wenn Sie allein das riesen Gemeindegebiet betrachten, einmal auf den Homepages schauen, was alles läuft – da kann man sich gut vorstellen, dass in den monatlichen Kirchenvorstandssitzungen neben dem “Tagesgeschäft” und vielen anliegenden Dingen solch Sicherung der Kirchen nicht an vorderster Stelle stehen kann.

www.kirchgemeinde-machern.de, www.workcamps-machern.de, www.dorfkirche-altenbach.jimdo.com, www.pfadfinder-machern.de,

Der Kirchenvorstand – von dem fast alle voll berufstätig sind und alle Arbeit für die Kirchgemeinde unentgeltlich ehrenamtlich erfolgt, müht sich sehr – ist aber in vielen Dingen ebenso auf Hilfe und Mithilfe angewiesen. Landläufig herrscht die Meinung, dass die Kirche im Geld schwimmt und sowieso genug Geld vorhanden ist – dies kann ich aus meiner eigenen 6jährigen Kirchenvorstandstätigkeit nicht bestätigen – zumindest hier in der evangelischen Kirche. Wir drehen jeden Euro mehrfach um, bevor er ausgegeben wird und könnten ohne Fördermittel und Spenden kaum unsere Kirchen bauen.

Da es daher aus ortshistorischer Sicht nicht nur für die Kirche als Kirche schlimm wäre, wenn z. B. die Nepperwitzer Kirche abbrennt – sondern für den ganzen Ort Nepperwitz fast unerträglich wär – ist der Gedanke schon nahe liegend, dass das Projekt Kirchenschutz eben kein alleiniges Projekt unserer Kirchgemeinde sein kann. Wir wünschen uns, dass Sie als BewohnerIn unserer Ortschaften für unsere ältesten Gebäude und Wahrzeichen Verantwortung mit übernehmen, die wir als Kirche nicht allein leisten können – entweder mit Spenden oder mit tatkräftiger Unterstützung oder dem wohlwollenden Weiterempfehlen der Aktion. DANKE!