Kirche Grubnitz

Es ist völlig egal aus welcher Richtung man sich Grubnitz nähert, von einem Kirchturm ist erst einmal nichts zu sehen. Nur ein aufmerksamer Beobachter erkennt dann doch ein kleines Türmchen, dass nur wenig über die Grubnitzer Dächer ragt und stellt dann fest, in Grubnitz muss doch eine Kirche stehen. Sie gibt es auch und sie steht etwa in der Mitte des Friedhofes der Kirchenland ist. Von einem Friedhofstor zum anderen führt ein Weg direkt an der Kirchentür vorbei. Dieser Weg ist aber im Besitz der politischen Gemeinde Bennewitz. Zu dieser Besonderheit gesellt sich eine weitere, denn die Bestattung der Verstorbenen des Unterdorfes erfolgt auf der einen Seite des Weges (Kirchenseite) und die des Oberdorfes auf der anderen Seite des Weges. Jeder Grubnitzer richtet sich nach diesem ungeschriebenen Gesetz. Auswärtigen wird es schwer fallen das kleine Dorf überhaupt in Unter- und Oberdorf einzuteilen, doch die Grubnitzer wissen ganz genau welches Haus wohin gehört.

Die etwa 60 bis 80 Personen fassende kleine Kirche wurde von 2005 bis 2007 umfassend innen und außen erneuert. Von außen sichtbar sind zwei schwere aus Rochlitzer Porphyr bestehende romanische Giebelkreuze und eine vergoldete Wetterfahne mit der Jahreszahl 1992 auf der Spitze des Dachreiters. Sie wurde 1992 von unserer Patengemeinde Assel für Grubnitz gespendet.

Gottesdienste finden aller 6 bis 8 Wochen statt. Besonders beliebt ist der Gottesdienst in der kleinen Kirche am Silvestertag, zu dem auch viele auswärts wohnende kommen.

Text und Foto Günther Geißler